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Kieswerk Werschau – Antrag auf Erweiterung für Nonnentalsgraben zurückgezogen! (30.01.17)

Liebe Mitglieder, Mitstreiter und Unterstützer,

Heute hat uns ein Anruf von Herrn Meissner, Geschäftsführer/Prokurist bei Heus-Beton (Kieswerk Werschau) erreicht:

Der Antrag auf Erweiterung der Abbaufläche wird nicht in der bislang geplanten Form gestellt werden. Das Südfeld (Nonnentalsgraben) wird zurückgezogen, der Antrag wird neu rein auf das Nordfeld (Reusch) bezogen gestellt werden.   

In der vergangenen Woche hat hierzu bereits ein sog. Scoping-Termin in Werschau stattgefunden, bei dem neben den Vertretern des Kieswerks auch alle beteiligten Behörden und die Gemeinde Brechen anwesend waren.

Diese Planänderung ist eine sehr positive Entwicklung für unseren Ort!

Noch kennen wir keine Details, die Vertreter des Kieswerks haben den Vorstand der BI aber zu einem Gesprächstermin eingeladen, um vorab weitere Informationen zu den Planänderungen vorzustellen. Sobald uns mehr Informationen vorliegen, werden wir diese sofort weitergeben.

Zeitnah laden wir danach auch zu einer Mitgliederversammlung ein, Einladung erfolgt separat.

Darüber hinaus ist auch ein Infotermin für alle Bürger im DGH in Aussicht gestellt; Termin steht noch nicht fest.

Der Vorstand
Dominik Schlenz, Achim Günzel, Ludger Werner, Hanno Vesper

Kieswerk Werschau – BI bedankt sich bei Unterzeichnern der Petition (24.01.17)

Bürgerinitiative „gegen die Erweiterung des Kieswerks Werschau e.V.“ bedankt sich bei allen Unterzeichnern der Petition in Sachen Aufhebung Naturschutzgebiet Reusch

Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass im Rahmen der Planungen zur Kieswerkserweiterung der Status Naturschutzgebiet für die Reusch aufgehoben wurde. Die Bürgerinitiative hat gegen dieses Vorgehen mit einer Petition beim Hessischen Landtag ein Zeichen gesetzt.  Aktuell befindet sich die Petition in der Beratung.

Viele Bürger der Gemeinde Brechen haben die BI in ihrem Anliegen unterstützt – sei es über die Online-Petition oder direkt durch Abgabe des unterschriebenen Petitionstextes zu Händen der Bürgerinitiative. Diese Schreiben sind inzwischen an den Petitionsausschuss des Hessischen Landtages weitergeleitet.

Die Bürgerinitiative möchte sich hierfür bei allen Unterstützern herzlich bedanken.

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Doch wie steht es eigentlich um den Erweiterungsantrag?  Der für die Bürgerinitiative wichtigste Schritt, die Öffentlichkeitsbeteiligung, steht immer noch aus. „Es ist wie Fahren mit angezogener Handbremse“, so Dominik Schlenz und Achim Günzel von der BI, „nach den ersten Ankündigungen vor inzwischen über 3 Jahren erwarteten wir, das ganze Verfahren sei binnen eines Jahres entschieden.“  Zwei Jahre hat es gedauert bis vor nunmehr einem Jahr der Antrag bei den Behörden eingereicht wurde – also war die Erwartung, dass die Öffentlichkeitsbeteiligung nicht mehr lange entfernt sein könnte. Doch bis heute ist noch nichts geschehen. Dominik Schlenz und Achim Günzel werten dies als positives Zeichen: „In der Zeit bis zur Antragsstellung konnte der Antrag noch inhaltlich ‚wetterfest‘ gemacht werden. Doch seit der Abgabe läuft die Zeit für uns – die naheliegendste Annahme ist, dass es im Rahmen der Anhörungen zu weiteren Anforderungen oder Rückfragen der genehmigenden Behörden gekommen ist.“  Die Bürgerinitiative bleibt in jedem Fall weiter am Ball!

BI Kieswerk Werschau: Aktuelles Info-Schreiben (02.11.16)

Zur Online-Petition für den Schutz des Naturschutzgebiets “Die Reusch”

Liebe Werschauer,

viele Bürger sprechen uns an und fragen “Was macht die Erweiterung des Kieswerks?”.

Der Antrag des Kieswerks Werschau auf  Erweiterung wurde inzwischen eingereicht. Die Gemeinden Brechen und Hünfelden sind als Träger öffentlicher Belange bereits informiert worden und konnten Stellung nehmen.  Die Öffentlichkeitsbeteiligung hat jedoch noch nicht begonnen.

Auf diese entscheidende Phase hat sich die Bürgerinitiative gut vorbereitet und wird den Antrag genau prüfen, sobald wir hierzu Gelegenheit im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung bekommen.  Wir haben gute Argumente gesammelt und werden zu allen relevanten Punkten Einwände formulieren und diese beim Regierungspräsidium einreichen. Auch Sie alle als betroffene Bürger (Anwohner, Haus- und Grundstücksbesitzer) können und sollten ebenfalls ihre Einwände vorbringen. Die BI wird hierbei durch Mustereinwände unterstützen, sobald die Antragsunterlagen öffentlich gemacht werden.

Aktuell gibt es zwei neue Informationen, die wir gerne mit allen betroffenen Mitbürgern teilen:

Im Rahmen des Verfahrens wurde auf Antrag des Kieswerks das seit 1983 bestehende Naturschutzgebiet „Die Reusch von Werschau“  mit Verordnung vom 13.7.2016 durch das Regierungspräsidium Gießen aufgehoben. 

Wir als Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Kieswerks Werschau sind ganz klar gegen die Aufhebung des Naturschutzes für die Reusch! Aus diesem Grund machen wir von unserem Recht  als betroffene Bürger Gebrauch und reichen eine Petition nach Artikel 16 der Hessischen Verfassung beim Petitionsausschuss des Hessischen Landtages ein. Diese Petition finden Sie als Anlage zu diesem Informationsschreiben. Gleichzeitig stellen wir die Petition auch Online ins Internet.

Wer die Petition gegen die Aufhebung des Naturschutzes für die Reusch unterstützen will, kann entweder

  • die beiliegende Petition und selbst an den Petitionsausschuss des Hessischen Landtages schicken, oder
  • eine unterschriebene Version beim Schriftführer der BI, Ludger Werner, In der Au 6, Werschau abgeben, oder
  • die Online Petition unterstützen. Einen Link hierzu finden Sie auf der Homepage der Bürgerinitiative unter http://www.stop-kieswerk-werschau.de/Downloads.

Wir haben hier auch die Landtagsabgeordneten unseres Kreises entsprechend informiert und hoffen auf deren Unterstützung.

Durch den Aufhebungsbescheid des Regierungspräsidiums ist die Reusch kein Naturschutzgebiet mehr und das Kieswerk kann die dortigen Grundbesitzer ebenfalls ansprechen, um die notwendigen Grundstücke für den neuen Absetzteich zu pachten oder zu kaufen!

Aber genau hier können Sie die Erweiterung des Kieswerks selbst beeinflussen:

Die Pacht bzw. der Erwerb von Grundstücken im zukünftigen Abbaugelände sind für das Kieswerk eine zentrale Frage. Auch kleine Parzellen können ein riesengroßes Hindernis werden, wenn der Besitzer sie dem Kieswerk nicht zur Verfügung stellt!

Die ersten Werschauer Grundbesitzer haben schon bestehende Pachtverträge mit dem Kieswerk gekündigt! Nach diversen Ausflüchten wurden diese Kündigungen auch vom Kieswerk akzeptiert. Je klarer schon zum  jetzigen Zeitpunkt ist, wie problematisch für das Kieswerk der Erwerb der Grundstücke bzw. das Abschließen von Pachtverträgen wird, desto schwieriger wird die Kieswerkerweiterung durchzusetzen sein. Weiterhin ist davon auszugehen, dass Enteignungen zwar nicht ausgeschlossen werden können, aber wohl aufgrund von sehr hohen rechtlichen Hürden nicht zu erwarten sind. Bisher ist das in Deutschland über den Gerichtsweg für Kiesabbau nicht vorgekommen.

Es gibt aktuell ein Beispiel aus Norddeutschland, das zeigt, wie stark der Einfluss der Grundbesitzer auf Kieswerkbetreiber sein kann und in diesem Fall vermutlich sogar zum Ende des Kiesabbaus führen kann: In der Nähe von Hamburg, genauer im Ortsteil Eckel der Gemeinde Rosengarten weigern sich Grundbesitzer dem ortsansässigen Kieswerk ihre Grundstücke für eine geplante Erweiterung zur Verfügung zu stellen. Damit ist in greifbare Nähe gerückt, dass das Kieswerk seine Erweiterungspläne nicht wie geplant durchführen kann und es keinen Kiesabbau geben wird.

Den kompletten Artikel finden Sie unter http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/rosengarten/politik/kiesabbau-ist-nicht-erzwingbar-d49563.html.

Wir geben nicht auf, alles uns Mögliche gegen die Erweiterung des Kieswerks zu tun, um unsere Landschaft und unsere Umwelt so zu erhalten wie sie heute ist!

Wir hoffen hier weiterhin auf Ihre Unterstützung!

Bei Fragen sprechen Sie uns an, wir helfen gerne weiter, auch wenn Sie nicht Mitglied in der Bürgerinitiative sind! Vorgefertigte Kündigungsschreiben für Grundbesitzer können Sie von uns bekommen, sie sind auch auf der Homepage der BI veröffentlicht.

Zur Online-Petition für den Schutz des Naturschutzgebiets “Die Reusch”

BI Kieswerk Werschau: Aktuelles Flugblatt (17.04.16)

Informationen über die Erweiterung des Kieswerks Werschau

Liebe Werschauer,

in naher Zukunft wird die Erweiterung des Kieswerks mit dem Beginn der Öffentlichkeitsbeteiligung in die entschei- dende Phase gehen. Die Bürgerinitiative hat sich hierauf gut vorbereitet und wird den Antrag genau prüfen. Zu allen relevanten Punkten werden wir Einwände formulieren und diese beim Regierungspräsidium einreichen. Auch alle betroffenen Bürger (Anwohner, Haus- und Grundstücksbesitzer) sollten ebenfalls ihre Einwände vorbringen. Die BI wird hierbei durch Mustereinwände unterstützen, sobald die Antragsunterlagen öffentlich gemacht werden.

Das gesamte Verfahren ist inzwischen schon deutlich verzögert. Einen Teil hieran schreiben wir uns zugute: fraglich ist, ob ohne die Interventionen der BI der Antragssteller zu langwierigen zusätzlichen Bohrungen & Analysen aufgrund des Trinkwasserbrunnens verpflichtet worden wäre, die jetzt bereits vor Antragseinreichung notwendig waren.
Ein wesentliches Thema im weiteren Verlauf des Verfahrens könnten die Grundstücke im zukünftigen Abbaugelände werden. Hier gibt es sehr viele kleine Parzellen und viele Werschauer besitzen einen oder mehrere Anteile Land in der geplanten Abbaufläche. Je klarer schon jetzt im Genehmigungsverfahren wird, wie problematisch für das Kieswerk der Erwerb der Grundstücke bzw. das Abschließen von Pachtverträgen wird, desto schwieriger wird die Kieswerkerweiterung durchzusetzen sein. Enteignungen sind zwar möglicherweise nicht ausgeschlossen, hier tun sich aber sehr hohe rechtliche Hürden auf. De Facto ist das in Deutschland über den Gerichtsweg für Kiesabbau bisher nicht vorgekommen.

An dieser Stelle sind Sie gefragt! Besitzen Sie ein Grundstück im zukünftigen Erweiterungs- gelände?

Ihre Entscheidung Ihr Grundstück an das Kieswerk zu verpachten oder zu verkaufen, kann das Genehmigungsverfahren für die Erweiterung des Kieswerks erheblich beeinflussen!

Wie können Sie Einfluss nehmen?

Für Grundstückseigentümer: Einwendung im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung

Wenn Sie ein Stück Land im Abbaugebiet besitzen und unser Ansinnen gegen die Erweiterung des Kiesabbaugebietes unterstützen, dann sollten Sie im Rahmen des Verfahrens eine Einwendung durchführen. Mit Ihrer Einwendung tun Sie kund, dass Sie mit der Kieswerkerweiterung nicht einverstanden sind und dass sie Ihr Grundstück nicht dem Kieswerk zur Verfügung stellen werden. Eine solche Mustereinwendung wird durch die BI vorbereitet, sie kann im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Gemeinde abgegeben werden (Achtung: Einwendungsfristen sind zu beachten – Öffentlichkeitsbeteiligung hat aktuell jedoch noch nicht begonnen!).

Bestehende Abbauverträge mit dem Kieswerk

Möglicherweise haben Sie oder Ihre Vorfahren in den 60er Jahren einen Pachtvertrag/Abbauvertrag mit dem Kieswerk (oder dessen Vorgänger) abgeschlossen. Diese Verträge ermöglichen dem Kieswerk auf Ihrem Gelände den Kiesabbau und regeln bereits die Entschädigung. Ein solcher Vertrag existiert zusätzlich zu Verträgen mit denen Ihr Land beispielsweise an einen ortsansässigen Landwirt verpachtet ist. Diese Verträge sind auch heute noch gültig, da das Kieswerk Werschau der Rechtsnachfolger des ursprünglichen Vertragspartners ist. Alle uns bekannten Pachtverträge enthalten aber eine Kündigungsklausel. Die Kündigung der bestehenden Abbauverträge ist auf jeden Fall zu empfehlen! Diese Kündigung sollten Sie in jedem Falle per Einschreiben mit Rückschein ans Kieswerk adressieren.

Sollte die Erweiterung des Kieswerks trotz aller Aktivitäten nicht zu verhindern sein, werden Sie in einer viel besseren Verhandlungsposition sein, wenn das Kieswerk Ihr Grundstück dringend benötigt. Es ist kein Gerücht, dass in solchen Fällen auch höhere Geldbeträge fließen als in den normalen Pachtverträgen.

Uns bekannte Verträge aus den 60er Jahren enthalten eine Inflationsklausel für die Abbauentschädigung. Solche Klauseln waren jedoch zu D-Mark Zeiten verboten. Auch hier gibt es einen Präzedenzfall: in der Tat hat ein Werschauer Mitbürger die Höhe der Pacht beanstandet und auf die im Vertrag hinterlegte Indexierungsklausel verwiesen. Die erhöhten Zahlungen wurden jedoch abgelehnt mit Verweis darauf, dass der Vertrag mit dem Rechtsvorgänger abgeschlossen und diese Klausel ohnehin rechtsunwirksam sei — es ist bei den Pfennigbeträgen aus den 60er Jahren geblieben.

Wichtig: Hier sollten Sie unmittelbar aktiv werden, damit der Abbauvertrag rechtzeitig vor der Einwendung gekündigt ist.

Ihnen ist unklar ob ein Abbauvertrag mit dem Kieswerk existiert?

Wenn Sie nicht sicher sind, ob für Ihr Grundstück möglicherweise ein solcher alter Abbauvertrag vorliegt, fordern Sie unter Angabe Ihrer Liegenschaftsnummer eine Aufklärung vom Kieswerk an; idealerweise unmittelbar mit einer vorsorglichen Kündigung eines eventuell bestehenden Vertrages. Auch in diesem Fall ist es wichtig, den Brief per Einschreiben mit Rückschein zu versenden.

Die Bürgerinitiative wird Sie gerne in Ihrem Vorgehen unterstützen, egal ob Sie Mitglied in der BI sind oder nicht.
Vorgefertigte Mustereinwendungen oder Kündigungsschreiben können Sie von uns bekommen, sie werden auch auf unserer Homepage veröffentlicht werden. Im Falle von Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.nWenn Sie sich nicht sicher sind ob Ihr Grundstück betroffen sein wird: Pläne mit heutigen Grundstücksgrenzen und der geplanten Abbaufläche liegen uns vor.

Und auch bei allen anderen Fragen helfen wir gerne weiter. Bitte wenden Sie sich an uns!

Dokumentenvorlage – Klärung Bestand Abbauvertrag

Dokumentenvorlage – Kündigung Abbauvertrag

BI Kieswerk Werschau: Einladung zur Mitgliederversammlung 14.04.2016

Liebe Mitglieder,

hiermit laden wir herzlich zur Mitgliederversammlung 2016 ein.
Die Antragsstellung des Kieswerk Werschau ist zwischenzeitlich erfolgt. Wir rechnen damit, dass eine öffentliche Auslegung und unsere Stellungnahme kurz bevorstehen. Außerdem haben wir einige neue, wertvolle Informationen gesammelt. Es gibt also viel zu besprechen!

Ort: Pfarrsaal in Werschau
Zeit: Donnerstag, 14. April 2016, 20:00 Uhr

Tagesordnung

1. Begrüßung der Mitglieder
2. Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und der Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung
3. Bericht über das zurückliegende Jahr
4. Bericht des Kassenwarts
5. Entlastung des Vorstandes
6. Neuwahl des Vorstandes
7. Vorbereitungsstand kommender Aktivitäten
8. Verschiedenes

Wir freuen uns auf angeregte Diskussionen!

Mitgliedern, deren E-Mail-Adresse vorliegt, geht diese Einladung auch in elektronischer Form zu. Liegt uns keine E-Mail-Adresse vor, wird die Einladung auf dem Postweg zugestellt oder ausgetragen.

Kieswerk Werschau: Bergrechtliches Planfeststellungsverfahren eingeleitet

Nun ist es soweit. In der denkbar ungünstigsten Phase des Jahres, nämlich direkt zu den aktuellen Kommunalwahlen, zum Ende der Legislaturperiode, wird das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren der Kieswerk Werschau GmbH & Co. KG eingeleitet. Zudem mit sehr kurzen Fristen und einer Unmenge an zu prüfenden Unterlagen.
Bürgermeister Werner Schlenz zeigt sich in einem Brief an das Regierungspräsidium Gießen wenig begeistert über das Vorgehen und bittet um Aufklärung und Anpassungen des Verfahrens auf die aktuellen kommunalen Gegebenheiten.
Die Bürgerinitiative wird alles dafür tun, dass hier nicht “an der Öffentlichkeit vorbei” gearbeitet wird.

Brief des Bürgermeisters auf brachinaimagepress.de

Kieswerk Werschau: CDU und SPD Landtagsabgeordnete informieren sich (19.02.2015)

Die Arbeit geht weiter und die Bürgerinitiative ist gerüstet für das neue Jahr. In einem Treffen mit den Landtagsabgeordneten von SPD und CDU wurden unsere Anliegen nochmals dargelegt und die Abgeordneten informiert. Die Nassauische Neue Presse berichtet:

“„Es hat sich im Wesentlichen nichts an den Plänen geändert“, so Dominik Schlenz, der Vorsitzende der Bürgerinitiative, in einer Pressemitteilung. „Angekündigt ist, dass die Planungen final sind und das offizielle Verfahren sehr bald starten wird. Dann gilt es, die offengelegten Unterlagen gründlich durchzuarbeiten und die in den vergangenen Monaten gesammelten Fakten als Einwendungen zu formulieren.“
Zur Vorbereitung trafen sich die Vertreter der Bürgerinitiative mit den heimischen Landtagsabgeordneten. Joachim Veyhelmann (CDU) interessierte sich der BI zufolge vor allem für die Problematik der Trinkwasserquelle und deren potenzielle Gefährdung durch den Kiesabbau. Hier gelte es, grundsätzlich den Wert des Schutzgutes Trinkwasser gegenüber dem Kiesabbau zu klären. Veyhelmann sagte eine entsprechende Anfrage an die betroffenen Stellen zu. Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias Eckert informierte sich insbesondere über die Abstände zu Wohngebäuden. Die Bürgerinitiative betont, dass in angrenzenden Bundesländern Mindestabstände von 300 Metern zu Wohngebieten gelten, um die Belastungen der betroffenen Bürger möglichst gering zu halten, in Werschau sei dagegen eine Annäherung auf bis zu 100 Meter geplant. „In Hessen haben wir eine vergleichbare Thematik bei der Trassierung der neuen Stromleitungen“, so Eckert. „Auch ohne dezidierte Abstandsregeln setzt sich hier langsam ein Umdenken durch.“
Veyhelmann zeigte sich der Pressemitteilung zufolge beeindruckt von der sachlichen Arbeit der Bürgerinitiative in enger Kooperation mit der Gemeinde Brechen. „Wenn erst die Bagger rollen, dann ist es zu spät“ betonte Eckert und stellte heraus, dass sich die Arbeit der Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Kieswerks Werschau durch ihr Engagement in diesem frühen Projektstatus positiv von anderen Bürgerinitiativen abhebt.
Beide Landtagsabgeordnete kündigten an, in engem Kontakt mit der Bürgerinitiative zu bleiben und sich über den Sachstand bei den zuständigen Behörden zu informieren. Auch mit ihren Fraktionskollegen wollen sie sich über vergleichbare Fälle austauschen.”

NNP – Kieswerk Werschau (19.02.2015)

Kieswerk Werschau: BI zieht Bilanz (28.12.14)

Liebe Mitglieder, liebe Bewohner von Werschau und Nauheim,

Nachdem die Pläne zur Kieswerkerweiterung in Werschau seit einem guten Jahr bekannt sind, ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen.

Seit Juni zeugen die Transparente an der Ortsdurchfahrt von Werschau vom Widerstand gegen die Erweiterungs-pläne des Kieswerkes. Bereits nach einer Woche fanden wir eines der Plakate beschädigt auf. Dass unsere Absichten nicht überall auf Wohlwollen stoßen, ist gewollt. Allerdings lehnen wir diese Form der Auseinandersetzung strikt ab.

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Mit der Begehung des zukünftigen Abbaugeländes im Juni konnten wir insbesondere in den gemeindlichen Gremien eine Vorstellung von den Dimensionen der geplanten Eingriffe schaffen. Wir bedanken uns an dieser Stelle, daß für mögliche rechtliche Schritte im Gemeindehaushalt 2015 ein Posten über €5.000 eingestellt wurde.
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Ende Oktober hat die Bürgerinitiative das Kieswerk besichtigt. Zu unserer Überraschung hat uns die gesamte Führungsriege des Betreibers empfangen. Bei dieser Besichtigung wurde bereits angekündigt, dass sich die Planungen nochmals verändert haben und es wurde seitens des Kieswerks angeregt, diese vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens den Bürgermeistern und dem Vorstand der Bürgerinitiative vorzustellen. Anfang Dezember fand dieser Termin statt.

Nach den neuesten Planungen soll in den Jahren 2015-2026 die Reusch bis an die Autobahn heran ausgebeutet werden. Im heutigen Naturschutzgebiet alleine gibt es offensichtlich nicht mehr genug Kies, aber es bleibt von den Planungen nicht ausgespart: es wird durch den zukünftigen neu anzulegenden Klärteich überschwemmt.
Ab dem Jahr 2024 geht es mit Vorbereitungsarbeiten im Gebiet Nonnentalsgraben los. Als erstes soll eine Bandanlage entstehen. Hierfür wird eine Brücke die Straße zwischen Nauheim und Werschau etwa in der Mitte (hinter der Sandkaut) kreuzen.

Die Erdmassen aus dem Gebiet Nonnentalsgraben sollen auch in diesem Abbaugebiet verbleiben und nicht wie ursprünglich vorgestellt zur Verfüllung der Reusch genutzt werden. Dazu soll am südlichen Rand, genau am heutigen Nonnentalsgraben, eine Außenkippe zur Zwischenlagerung der oberen Erdschichten entstehen (sprich ein ca. 20m hoher Erdhaufen).

Ab 2026 wird dann im zwischen Nauheimer und Dauborner Straße Kies abgebaut. Zunächst ca. 2 Jahre gegenüber dem Neubaugebiet „Am Bierhaus“. Dann frisst sich der Abbau langsam nach Süden, ca. ab 2037 wird an der Front der Dauborner Straße abgebaut. Dort werden dann auch die Erdmassen der Außenkippe eingebaut, um die heutige Sichtfront weitestgehend wiederherzustellen.

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Ca. 2048 soll der Spuk dann vorbei und der Abbau beendet sein. Es bleibt ein tiefer Graben ca. in der Mitte zwischen Nauheim und Werschau und eine deutliche Vertiefung im südwestlichen Teil des Abbaufeldes.
Fazit: Der große Rahmen der ursprünglichen Planung ist unverändert. Insbesondere ist der Kiesabbau nicht weiter vom Ort abgerückt. Damit verringern sich weder für uns noch für die nächsten Generationen die Belastungen des Ortes!

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Insbesondere erwarten wir

– Lärm und Staub durch die Abbautätigkeiten. Die grundlegende Abbautechnik soll unverändert bleiben. Da hilft auch nicht, dass der Abbau „im Loch“ stattfindet.
-Auswirkung auf die Trinkwasserversorgung durch die unmittelbare Nähe zum Brunnen der Gemeinde Brechen sind aus unserer Sicht noch immer nicht vollständig geklärt.

Wie geht es weiter?

Das Planfeststellungsverfahren ist Anfang nächsten Jahres zu erwarten. Auch wenn die Zeitplanung des Kieswerks noch sehr fern klingt, wenn hier vom Abbau in 2026 oder später die Rede ist, sobald die Pläne offiziell genehmigt sind, sind sie unumstößlich und wir können keinen Einfluss mehr nehmen. Daher ist unsere Arbeit JETZT wichtig!
Inzwischen hat sich ein harter Kern von Mitgliedern gebildet, der sich regelmäßig trifft, um inhaltlich zu arbeiten und die nächsten Schritte zu begleiten. Die nächste große Aufgabe ist unsere Reaktion auf die im Planfeststellungs-verfahren offiziell vorzulegenden Pläne des Kieswerks Werschau.

Wir freuen uns immer über weitere Mitstreiter, die die Arbeit der Bürgerinitiative als Mitglieder unterstützen oder sogar auch aktiv an den bevorstehenden Aufgaben mitwirken wollen!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien in Werschau und den umliegenden Gemeinden ein besinnliches Jahresende und ein gutes neues Jahr 2015!

Im Namen der Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Kieswerks Warschau

Dominik Schlenz, Achim Günzel, Ludger Werner, Frank Schneider

BI Kieswerk Werschau: Öffentliche Ortsbegehung am 27.06.2014 (11.06.2014)

Am Freitag, den 27.06.2014, bietet die Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Kieswerk Werschau eine Ortsbegehung im Bereich der geplanten Erweiterung „Nonnentalsgraben“ an. Hierbei kann sich jeder interessierte Bürger vor Ort ein Bild über das Ausmaß machen.
Treffpunkt ist um 19:00 Uhr in der Courcy-Anlage in Werschau.

Wir hoffen auf ein zahlreiches Kommen der Mitbürger.

Kieswerk Werschau: Informationsveranstaltung am 23.06.2014 (05.06.2014)

Die Gemeinden Brechen und Hünfelden sowie der Betreiber des Kieswerks Werschau, werden in einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die Pläne der Erweiterung des Kieswerks Werschau informieren. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Stattfinden wird die Veranstaltung am 23.06.2014 um 19:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Werschau. Nachfolgend die offizielle Pressemitteilung:

“Die Pläne des Kieswerk Werschau GmbH & Co.KG zur Erweiterung des Betriebsrahmenplanes haben in der Öffentlichkeit bereits zu intensiven Diskussionen geführt. Der für eine solche Maßnahme erforderliche Antrag auf bergrechtliche Genehmigung beim Regierungspräsidium in Gießen ist noch nicht gestellt. Sowohl die kommunalen Gremien der Gemeinden Brechen und Hünfelden als auch die inzwischen gegründete Interessengemeinschaft und eine Vielzahl von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern werden sich noch intensiv mit den geplanten Maßnahmen beschäftigen. In diesem Zusammenhang laden die Gemeinden Brechen und Hünfelden, in Abstimmung mit dem Betreiber, zu einer zweiten Informationsveranstaltung am Montag, 23. Juni 2014 um 19:00 Uhr, in das Dorfgemeinschaftshaus Werschau, Hessenstraße, ein. Die Vertreter des Kieswerk Werschau werden an diesem Abend über den aktuellen Stand der Planungen berichten und für Fragen der Betroffenen zur Verfügung stehen.”